Schwerer Verkehrsunfall mit LKW und eingeklemmter Person, A8 Fahrtrichtung München am 17.01.21

Geiselbullach: Am Sonntagabend, gegen 23.00 Uhr kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der BAB 8 in Höhe Geiselbullach. Aus ungeklärter Ursache prallte ein LKW mit Sattelauflieger bei winterlichen Verhältnissen auf den Pfeiler einer Schilderbrücke, an der Abzweigung der BAB 99a / Eschenrieder Spange. Beim Aufprall wurde der LKW erheblich beschädigt und der Fahrer hinter seinem Steuer im Fahrzeug eingeklemmt. Aufgrund der Lage wurden die Feuerwehren Geiselbullach, Gröbenzell und Grasslfing, die Kreisbrandinspektion mit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sowie der Rettungsdienst auf die BAB 8 entsandt.

Schwerer Verkehrsunfall mit LKW, Bild 1
© Feuerwehr Geiselbullach

Im weiteren Verlauf wurden auch die Feuerwehren Feldgeding, Sulzemoos und Odelzhausen hinzugezogen, um an der Anschlussstelle DAH/FFB eine Vollsperre der Autobahn in Richtung München einzurichten. Der Fahrer konnte durch die Feuerwehren mit Hilfe von hydraulischem Rettungsgeräten und einer LKW-Rettungsplattform aus seiner Zwangslage befreit werden. Er wurde zur weiteren Versorgung in eine Klinik transportiert. Am LKW liefen größere Mengen an Betriebsstoffen aus, ca. 300 Liter Dieselkraftstoff konnte durch die Feuerwehr noch aus den Tanks des Fahrzeugs gepumpt und aufgefangen werden. Das zur Unterstützung angeforderte technische Hilfswerks Fürstenfeldbruck trug im weiteren Verlauf des Einsatzes mit Öl verunreinigtes Erdreich ab und unterstützen beim Ausleuchten und Bergen an der Einsatzstelle. Gegen 05.00 Uhr morgens, pünktlich zum Ende der Ausgangssperre, konnte die Autobahn in Richtung München wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Schwerer Verkehrsunfall mit LKW, Bild 2
© Feuerwehr Geiselbullach

Aufgrund der langen Einsatzdauer und der kalten Witterung waren Kräfte des Betreuungszuges des Malteser Hilfsdienstes FFB vor Ort und versorgten die Einsatzkräfte mit Heißgetränken, was dankend angenommen wurde.

Erdbebenhilfe der Feuerwehren aus dem Landkreis für Kroatien

Notfalllager Eichenau: Am 29.12.20 und an den Folgetagen kam es in Zentral-Kroatien zu schweren Erdbeben. Insbesondere in den ländlichen Gebieten des Landkreises Sisačko-Moslavačke, südlich von Zagreb, ist die Not groß. Während für die Bevölkerung bereits Hilfslieferungen eingetroffen sind, die das Nötigste für den persönlichen Bedarf decken, erreichten den Landesfeuerwehrverband Bayern Informationen über einen dringenden Bedarf an Ausrüstung für die Hilfskräfte vor Ort, da es auch zu erheblichen Schäden an Feuerwehrgerätehäusern kam. Im Kontakt mit dem kroatischen Feuerwehrverband wurde berichtet, dass besonders Gerätschaften für Beleuchtung, Heizkörper und Heizgeräte, Stromerzeuger, tragbare Leitern sowie warme Einsatzkleidung fehlen. Dem mit dem Innenministerium abgestimmten bayernweiten Aufruf zur Unterstützung der Kameraden vor Ort hat sich auch der Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck angeschlossen. So wurden am Donnerstag Material von mehreren Feuerwehren des Landkreises, welches noch funktionsfähig ist, aber vor Ort nicht mehr benötigt wird, im Notfall-Lager in Eichenau gesammelt.

Erdbebenhilfe der Feuerwehren aus dem Landkreis für Kroatien
Erdbebenhilfe der Feuerwehren aus dem Landkreis für Kroatien

Am Freitag brachte ein Versorgungs-LKW die Paletten zum Umschlagplatz zur Hauptfeuerwache in Rosenheim. Kreisbrandrat Hubert Stefan, der selbst beim Verladen der Materialien unterstützte, dankt den Kommunen und Feuerwehren für die schnelle und formlose Spende! Mittlerweile ist auch der Umfang der bayerischen Hilfe erkennbar. Wie der Landesfeuerwehrverband in einer Meldung mitteilt, wurden um die 15.000 Artikel und Materialien gespendet. Diese werden am 11. Januar mit einem Hilfskonvoi aus 22 Fahrzeugen von Rosenheim auf die Reise nach Sisak in Kroatien gehen.

Weihnachtsgrüße 2020

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

Weihnachtsgrüße 2020 Bild 01das Jahr 2020 war ein sehr besonderes in der Geschichte der Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck. Durch das Coronavirus, welches uns jetzt schon seit März begleitet, kam es zu erheblichen Verwerfungen im Übungs- und Einsatzdienst der Feuerwehren und vor allem die gesellschaftlichen Veranstaltungen und Ereignisse fielen nahezu vollständig aus. Konnten im Januar und Februar die meisten Jahreshauptversammlungen noch durchgeführt werden, war ab März und dann später ab den Sommerferien an eine Zusammenkunft für Vereinsaktivitäten nicht mehr zu denken. Auch die Landkreisausbildung wurde erheblich eingeschränkt und viele Lehrgänge mussten entfallen. Auch wenn es über den Sommer noch gelang, zumindest die ein oder andere MTA Ausbildung durch zu bekommen und noch den ein oder anderen Lehrgang auf den Feuerwehrschulen zu besuchen, war dann seit Anfang Dezember klar, dass der Winter doch noch einmal deutlich mehr Restriktionen mit sich bringen wird als zeitweise gedacht. Ein kompletter Lockdown mit Ausgangssperren wurde vergeblich bis zum Schluss zu verhindern versucht.

Nun sind wir zum zweiten Mal dieses Jahr im Katastrophenfall und die FüGK im Landkreis hat ihre Arbeit wieder aufgenommen. In regelmäßigen Online Konferenzen ist auch die Kreisbrandinspektion in die Geschehnisse eingebunden, wenn gleich bei dieser Lage eher die Fähigkeiten der Hilfsorganisationen mit medizinischem Personal im Vordergrund stehen.

Weihnachtsgrüße 2020 Bild 02Wir haben es die letzten 10 Monate in dieser Pandemie ausnahmslos geschafft die Feuerwehren im Landkreis einsatzfähig zu halten und hatten dank Eurer Aufmerksamkeit und Disziplin keine größeren Ausfälle durch Erkrankung oder Quarantänemaßnahmen zu beklagen. Sämtliche Alarme, die in Summe durch die Beschränkungen nicht weniger waren als in anderen Jahren, konnten schnell und effizient abgearbeitet werden. Dafür möchte ich mich bei Euch und Euren Führungskräften herzlich bedanken! Auch über die Feiertage werden im Landkreis Fürstenfeldbruck 2.300 Einsatzkräfte der Feuerwehren für alle Fälle bereit stehen um jederzeit bei Bedarf Hilfe leisten zu können. Auch wenn uns die schwierige Situation noch einige Monate begleiten wird ist mit dem Frühjahr und dem baldigen Beginn der Impfungen mit einer deutlichen Verbesserung im 1. Halbjahr 2021 zu rechnen.

Die Kreisbrandinspektion wünscht allen Feuerwehrangehörigen und Ihren Familien ein frohes und hoffnungsvolles Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Und bitte bleibt gesund!

Euer
Hubert Stefan
Kreisbrandrat

Aktuelle Informationen für die Feuerwehren des Landkreises zur Entwicklung COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Stand: 24.12.2020

Weihnachten im Zeichen von Corona wird für die Bevölkerung aber auch die Feuerwehren im Landkreis in besonderer Erinnerung bleiben. Hoffte man Anfang November noch mit einem „Lockdown Light“ wieder Herr der Lage zu werden, zeigte sich, dass diese im Vergleich zum Frühjahr geringeren Einschränkungen in der kalten Jahreszeit nicht funktionierten. Somit wurde relativ bundeseinheitlich am 16.12. ein flächendeckender Lockdown umgesetzt. Ladengeschäfte die bisher noch geöffnet haben durften sind, neben der Gastronomie, jetzt ebenfalls geschlossen und auch die Schulen starteten nach einigen Tagen Online Unterricht frühzeitig in die Weihnachtsferien. Im Landkreis Fürstenfeldbruck lagen die Infektionszahlen am 22.12. bei einer 7 Tagesinzidenz von 194 infizierten Personen pro 100.ooo Einwohnern. Zum jetzigen Zeitpunkt sind 82 Personen im Landkreis an dem Virus verstorben.

Am 16.12. wurde zusätzlich erneut der Katastrophenfall für Bayern ausgerufen um die nötigen Maßnahmen zu koordinieren. Die mittlerweile 10. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung von Mitte Dezember hält die bisherigen Maßnahmen aufgrund der hohen Fallzahlen auch weiter aufrecht und verschärft sie entsprechend noch einmal. Vom 16. Dezember 2020 (Mittwoch) bis zum 10. Januar 2021 gelten daher folgende ergänzende Maßnahmen:
Das Infektionsgeschehen in Bayern macht es notwendig, dass landesweit eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr früh gilt. Das bedeutet konkret:

Von 21 Uhr bis 5 Uhr ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung untersagt, es sei denn, dies ist begründet aufgrund
1. eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen,
2. der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke,
3. der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts,
4. der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger,
5. der Begleitung Sterbender,
6. von Handlungen zur Versorgung von Tieren oder
7. von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.

An den geltenden Kontaktbeschränkungen wird festgehalten. Erlaubt ist der Besuch eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird (zuzüglich zu diesen Hausständen gehörende Kinder unter 14 Jahren).
Nur für die drei Weihnachtstage 24. bis 26. Dezember 2020 gilt darüber hinaus, dass sich bei Treffen im engsten Familienkreis alle Angehörige des eigenen Hausstands mit höchstens vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen (zuzüglich deren Kinder im Alter bis 14 Jahren) treffen dürfen, gleichgültig aus wie vielen Hausständen diese vier Personen kommen. Zum engsten Familienkreis gehören außer den Angehörigen des eigenen Hausstands auch Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörige.

Angesichts des anhaltend hohen Infektionsgeschehens wird noch einmal eindrücklich an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, Kontakte in den fünf bis sieben Tagen vor Familientreffen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren (Schutzwoche).
An Silvester und Neujahr besteht ein vollständiges Verbot von Versammlungen und Ansammlungen. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester ist verboten. Das Abbrennen und die Mitführung von Pyrotechnik werden an Silvester und Neujahr auf von den Kommunen festzulegenden publikumsträchtigen Plätzen verboten.

Aufgrund dieser nochmals deutlichen Verschärfung rät die Kreisbrandinspektion den Feuerwehren keine Ausbildungen mit Anwesenheiten durchzuführen, sondern wo möglich auf Online-Unterrichte auszuweichen. Mit einer Lockerung der angegebenen Maßnahmen ist frühestens ab Mitte Januar zu rechnen.

Informationen zum Coronavirus

Neben den bekannten Hinweisen zur Handhygiene und den Empfehlungen des Robert Koch Institutes für nicht medizinische Einsatzkräftebitten wir ferner um Achtsamkeit hinsichtlich auftretender grippeähnlicher Symptome (Fieber, Halskratzen, Husten, Kopfschmerzen, etc.) In diesem Fall sowie bei bestätigten Fällen bei Kontaktpersonen ist eine Teilnahme am Einsatzdienst dringend zu unterlassen! Zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit sind Quarantänemaßnahmen bei den Feuerwehren durch umsichtiges Handeln unbedingt zu vermeiden. Sollte in der Mannschaft ein Verdachtsfall bzw. ein bestätigter Fall von COVID-19 auftreten, bitten wir weiterhin um umgehende Kontaktaufnahme, um evtl. erforderliche Maßnahmen mit der Feuerwehr und dem Gesundheitsamt absprechen zu können. Wie sich die Situation im Landkreis Fürstenfeldbruck weiter entwickeln wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Bei Änderungen des Sachstandes oder bei Eingang relevanter Informationen werden die Feuerwehren kurzfristig informiert, die Benachrichtigung wird per E-Mail erfolgen.

KBM R. Unteutsch

 

Weiterführende Links:

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Erfolgreiches Jahr für den Kreisfeuerwehrverband

Fürstenfeldbruck: Am Donnerstag, den 22.10.20 fand die jährliche Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in einem sehr ungewohnten Rahmen statt. Anstatt der üblichen mehr als hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer musste die Beschlussfassung Corona bedingt im Kreise der Vorstandschaft erfolgen. Im Vorfeld war allen Mitgliedern schriftlich der Kassenabschluss, der Prüfbericht der Kassenrevisoren sowie die Haushaltsplanung für das laufende Jahr zugegangen.

Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes 2020

Wie der 1. Vorsitzende Hubert Stefan ausführte lag der Rücklauf der Stimmabgaben erfreulicher Weise deutlich über der Erwartung bei 100 Rückmeldungen. Folgendes Abstimmungsergebnis konnte nach Auszählung aller Stimmen protokolliert werden:

Antrag der Kassenprüfer auf Entlastung Vorstandschaft für das Geschäftsjahr 2019:      96 ja Stimmen und 4 Enthaltungen

Beschluss der Verbandsmitglieder zur Verabschiedung des Haushaltsplans 2020:          97 ja Stimmen und 3 Enthaltungen

Der Vorstand dankt allen Mitgliedern für das ausgesprochene Vertrauen und den zahlreichen Helfern, Förderern und Unterstützern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr! Es bleibt nun zu hoffen, dass die Jahreshauptversammlung 2021 wieder in gewohntem Umfeld erfolgen kann.

Holzbefeuerter Brandübungscontainer in Germering

Der bayerische Landesfeuerwehrverband organisiert in Bayern eine Atemschutz-Heißausbildung für die Freiwilligen Feuerwehren. Dazu stellt das bayerische Innenministerium einen holzbefeuerten Brandübungscontainer zur Verfügung, den sich die Landkreise bei Bedarf leihen können. Ursprünglich für April geplant, konnte der Kreisfeuerwehrverband den Container dann Corona bedingt vom 22.-26.09.20 in Germering für eine Woche betreiben und für die Atemschutzausbildung verwenden.

Brandcontainer Germering Oktober 2020, Bild 1

In acht Durchgängen trainierten 64 Atemschutzgeräteträger das richtige Verhalten im Brandfall. Nach einer rund einstündigen Theorieeinweisung ging es für die Feuerwehrfrauen und -männer danach für rund 20min in den Container. Hier wurde insbesondere das Erkennen der Brandverlaufsentwicklung, die Rauchgasentwicklung und -ausbreitung, die Löschtaktik sowie das Verhalten im Falle einer Rauchgasdurchzündung vermittelt. In den Tagen machten sich neben dem Oberbürgermeister Andreas Haas, auch die 2. Bürgermeistern der Stadt Germering Manuela Kreuzmair sowie der Feuerwehrreferent Rudolf Widmann persönlich ein Bild von der Ausbildung. Der Container wurde vom Landesfeuerwehrverband mit einem Trainer kostenlos zur Verfügung gestellt, die Kameraden der Feuerwehr Germering und der KBM Atemschutz Alfons Dobler unterstützen die Abwicklung der Durchgänge.

Brandcontainer Germering Oktober 2020, Bild 2

Aufgrund der Corona Beschränkungen galt es ein eigens entwickeltes Hygienekonzept einzuhalten. Am Ende gewannen die Teilnehmer einen realistischen Einblick und ein Gefühl für die Hitze und Rauchentwicklung in einem Brandraum. Der Dank gilt den fleißigen Atemschutzausbildern, der Feuerwehr Germering, sowie der Sparkasse Fürstenfeldbruck und der Firma CocaCola, die durch ihre Spenden diese realitätsnahe Schulung unterstützt haben.