Aktuelle Informationen für die Feuerwehren des Landkreises zur Entwicklung COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Stand: 25.03.2020

Seit wenigen Wochen ist der Coronavirus in Deutschland angekommen. Wir sehen aktuell eine dynamische Entwicklung in ganz Europa und gehen von steigenden Fallzahlen auch im Landkreis Fürstenfeldbruck aus. Die Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck steht daher in regelmäßigem Austausch mit dem Landratsamt, den Hilfsorganisationen des Landkreises sowie mit den benachbarten Landkreisen. Wie in der letzten Woche bereits per Schreiben an die Kommandanten mitgeteilt wird empfohlen alle Ausbildungsveranstaltungen, Übungen und weitere Versammlungen im Umgriff der Feuerwehren und Feuerwehrvereine bis auf weitere auszusetzten. Auch finden aktuell keine Landkreisausbildungen und Leistungsprüfungen mehr statt. Aktuell sind neben den Lehrgängen vom 14.03. noch folgende Lehrgänge bis auf weiteres verschoben:

14.04.2020 – 25.04.2020        Absturzsicherung

16.04.2020 – 18.04.2020        Führungsassistent

17.04.2020 – 25.04.2020        Atemschutzausbildung Stufe II

20.04.2020 – 09.05.2020        MTA Basismodul

23.04.2020                                 PSNV-Präventionsschulung

28.04.2020                                 Fahrsicherheitstraining über 7,5 to (ADAC)

07.05.2020                                 Fahrsicherheitstraining über 7,5 to (ADAC)

Informationen zum CoronavirusEs wird aktuell davon ausgegangen, dass alle Lehrgänge bis zum 01.05. entfallen. Nähere Informationen dazu kommen zeitgerecht.

Neben den bekannten Hinweisen zur Handhygiene und den Empfehlungen des Robert Koch Institutes für nicht medizinische Einsatzkräfte, bitten wir ferner um besondere Achtsamkeit hinsichtlich auftretender grippeähnlicher Symptome (Fieber, Halskratzen, Husten, Kopfschmerzen, etc.) In diesem Fall sowie bei bestätigten Fällen bei Kontaktpersonen ist eine Teilnahme am Einsatzdienst dringend zu unterlassen! Zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit sind Quarantänemaßnahmen bei den Feuerwehren durch umsichtiges Handeln unbedingt zu vermeiden. Sollte in der Mannschaft ein Verdachtsfall bzw. ein bestätigter Fall von COVID-19 auftreten, bitten wir um umgehende Kontaktaufnahme, um evtl. erforderliche Maßnahmen mit der Feuerwehr und dem Gesundheitsamt absprechen zu können. Aktuelle Informationen und tagesaktuelle Entwicklungen erhalten die Kommandanten per E-Mail.

KBM R. Unteutsch

 

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Ehrung langjährig verdienter Feuerwehrangehöriger im Landratsamt

Fürstenfeldbruck: Landrat Thomas Karmasin zeichnete in einer Feierstunde zusammen mit Kreisbrandrat Hubert Stefan zahlreiche Feuerwehrleute für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft bei den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck aus. In Anwesenheit von zahlreichen Gästen, darunter Bürgermeister, Feuerwehrkommandanten und Mitglieder der Kreisbrandinspektion, wurden die vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration verliehenen Ehrenzeichen für 25-, 40- und 50-jährige aktive Mitgliedschaft überreicht. Aufgrund des auf mittlerweile 65 Jahre angehobenen maximalen Dienstalters erreichten erstmalig im Landkreis zwei Feuerwehrleute aus Graßlfing die Dienstzeit von 50 Jahren aktivem Feuerwehrdienst und wurden ebenfalls geehrt. Außerdem wurde durch Kreisbrandrat Hubert Stefan im Namen des Landesfeuerwehrverbandes Bayern e.V. das Bayerische Feuerwehrehrenkreuz in Silber an Konrad Meier, Freiwillige Feuerwehr Gröbenzell, Manfred Dietrich, Freiwillige Feuerwehr Eichenau, Michael Kleiber, Freiwillige Feuerwehr Germering und Ric Unteutsch, Freiwillige Feuerwehr Gernlinden sowie die Bayerische Feuerwehrehrenmedaille an Anton Fech, Freiwillige Feuerwehr Gernlinden, verliehen.

Feuerwehrehrung 2020, Bild 01

Besonderer Dank galt an dem Abend Kreisbrandmeister Heinrich Schwarz. Er wurde nach fast 23-jähriger Zugehörigkeit zur Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck durch Landrat Karmasin und Kreisbrandrat Stefan in den Ruhestand verabschiedet. Schwarz war 1973 in die Freiwillige Feuerwehr Aich eingetreten und von 1977 bis 2018 über 40 Jahre deren 1.Kommandant. Seit 1996 war er als Kreisbrandmeister für die Grundausbildung aller Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis verantwortlich. Bei zahlreichen Einsätzen als Kommandant oder Kreisbrandmeister bewies er sich als umsichtiger Einsatzleiter. So leitete er bspw. beim Pfingsthochwasser 1999 als Einsatzleiter den Abschnitt „Fürstenfeldbruck Innenstadt“. 2011 wurde er für den Bereich der Brandmeldeanlagen tätig. Durch das Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze im Dezember 2019 scheidet Heinrich Schwarz aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus. Das Landratsamt und die Kreisbrandinspektion wünschen Ihm für die hoffentlich ruhigere Zukunft alles Gute!

Feuerwehrehrung 2020, Bild 02

Sturmtief Sabine beschäftigt die Kreiseinsatzzentrale

Bereits am Sonntag, 9. Februar 2020, als die ersten Wetterwarnungen vor dem Orkan Sabine eintrafen, fand am späten Nachmittag eine Besprechung der Mitglieder der Kreisbrandinspektion statt, um die erforderlichen Maßnahmen dieser Flächenlage, die sich deutschlandweit auswirken sollte, zu besprechen.

Aufgrund der geschilderten Lage wurde in Absprache mit dem Landratsamt beschlossen, am Montag in den frühen Morgenstunden die Kreiseinsatzzentrale (KEZ) zu besetzen, um die erwarteten Einsätze der Feuerwehren zu koordinieren. Ein Schichtplan, bestehend aus den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion und der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) wurde ausgearbeitet. Lagebesprechungen mit anderen Organisationen und Behörden, wie Polizei, THW, BRK und MHD wurden schon vorab – je nach Erforderlichkeit – vereinbart. Ebenfalls sollte je nach Bedarf das Notfall-Lager eingebunden werden.

Sturmtief Sabine beschäftigt die Kreiseinsatzzentrale

Die Kreiseinsatzzentrale nahm am Montag, gegen 07.20 Uhr wie geplant den Betrieb auf. Die ersten Einsätze betrafen die Feuerwehren Puchheim-Ort, Eichenau, Althegnenberg, Fürstenfeldbruck, Schöngeising und Esting. Sodann folgten landkreisweit diverse Einsätze, wie „umgestürzte Bäume“ und „lose Teile an Gebäuden“. Gegen 10.00 Uhr waren bereits circa 25 Feuerwehren im Einsatz, die etwa 70 Einsätze zu bewältigen hatten.

Im Laufe des Tages kristallisierte sich jedoch heraus, dass die Folgen des Sturmes nicht so drastisch waren, wie eingangs prognostiziert, sodass gegen 18:30 Uhr der Betrieb der KEZ aufgelöst werden konnte. Zusammengefasst hatten sich die weitsichtigen Planungen und Vorbereitungen bewährt. Insgesamt konnten über die Kreiseinsatzzentrale 110 Einsätze koordiniert werden. Glücklicherweise waren keine Verletze in den Kreisen der Feuerwehren zu verzeichnen.

Großbrand einer Lagerhalle in Puchheim-Ort

Puchheim-Ort: Am Mittag des zweiten Weihnachtsfeiertages kam es in Puchheim-Ort zu einem Großbrand in einem KFZ Betrieb mit einem Schaden von mindestens einer halben Million Euro. Aus bislang unbekannter Ursache kam es in einer Lager- und Werkstatthalle in der Augsburger Straße gegen 13 Uhr zu einem Brandausbruch. Spaziergänger wurden auf das Geschehen aufmerksam. Die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck löste daraufhin das Alarmstichwort B4 Großbrand Gewerbebetrieb aus und alarmierte die Feuerwehren aus Puchheim-Ort, Germering, Eichenau, Fürstenfeldbruck sowie die Kreisbrandinspektion, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, den Fachberater des THW´s und den Rettungsdienst.

Großbrand Puchheim, Bild 1

Während der Anfahrt der Feuerwehren kam es bereits zu einem offenen Dachstuhlbrand und zum Zerbersten von Gasflaschen die offensichtlich im Gebäude gelagert waren. Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs glücklicherweise nicht mehr im Gebäude. Da ein Eindringen in das Gebäude für die Einsatzkräfte aufgrund der anhaltenden Verpuffungen zu gefährlich war, wurde mit einem Schaumangriff über die Zugänge und das Dach eine Brandbekämpfung vorgenommen. Zur Wasserversorgung musste eine Wasserförderung über lange Schlauchstrecken vom Gröbenbach aufgebaut werden, was vom Schlauchwagen des Landkreises durch die Feuerwehr Fürstenfeldbruck durchgeführt wurde.

Großbrand Puchheim, Bild 2

Zur Unterstützung mit Atemschutzgeräteträgern wurden im Einsatzverlauf noch die Feuerwehren Puchheim- Bahnhof und Emmering hinzu alarmiert. Da absehbar war, dass die Halle nicht zu retten ist wurden die umliegenden Fahrzeuge des Betriebes gekühlt, um eine weitere Schadensausdehnung zu verhindern. Nach rund 90 min konnte das Feuer, bei dem auch mehrere Oldtimer ein Raub der Flammen wurden, unter Kontrolle gebracht werden. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren an den Löscharbeiten beteiligt.

Rekordteilnahme am Jugend-Wissenstest der Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck

Germering: Zum diesjährigen Jugend-Wissenstest traf sich der landkreisweite Feuerwehrnachwuchs am vergangenen Montag im Feuerwehrhaus in Germering. Noch nie nahm eine so große Anzahl, 179 Jugendlichen aus 20 Feuerwehren, an dieser jährlich stattfindenden Prüfung teil. Als Thema stand dieses Jahr „Verhalten bei Notfällen“ auf dem Programm. Dabei wurden verschiedene Fragen aus dem Bereich der 1. Hilfe, Rettungskette und Notruf gestellt.

Jugendwissenstest 2019, Bild 2

Die Ausbildung dazu erfolgte durch die Jugendwarte in den einzelnen Gemeinden im Jahresverlauf. „Die große Anzahl an Teilnehmern freut uns sehr. Es zeigt, dass die Feuerwehren im Landkreis eine sehr engagierte und erfolgreiche Nachwuchsarbeit leisten“, so Hubert Stefan, Kreisbrandrat im Landkreis Fürstenfeldbruck. Die Abzeichen der Stufe 1 bis 3 wurden im Anschluss an die Prüfung durch Landrat Thomas Karmasin den Teilnehmern überreicht. Die Absolventen der finalen Stufe 4 erhalten Ihre Urkunden am Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes im Januar.

Jugendwissenstest 2019, Bild 1

Wolfgang Blum, Kreisbrandmeister und Kreisjugendwart dankte in seiner Abschlussrede den einzelnen Jugendwarten der Feuerwehren für die hervorragende Arbeit und der Feuerwehr Germering für die Durchführung der gelungenen Veranstaltung.

Wolfgang Blum
KBM, Kreisjugendwart